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Überblick

Eine Studie des Beratungsunternehmens Kienbaum und RichtigRichtig.com unter 300 Unternehmen in der DACH-Region ergab, dass 60 Prozent der Befragten die lebensfeindliche Servicewüste immer noch sehen - und nicht nur als Fata Morgana, sondern ganz konkret. Andererseits - und das erstaunt - wissen 89 Prozent um die Wichtigkeit und Relevanz des Themas Service, was den eigenen unternehmerischen Erfolg angeht. Diese Kluft zwischen einerseits bestehender Servicewüste und auf der anderen Seite des Wissens um die Notwendigkeit, exzellenten Service als Differenzierungsmerkmal anbieten zu müssen, weil Kunden es zurecht verlangen, ist gleichzeitig aber auch Ansporn für die Unternehmen, eine Brücke des proaktiven Entgegenkommens für ihre Kunden zu bauen.

Kurz gefasst, brachte Prometheus den Menschen sowohl das Leben wie auch das Feuer - und das sogar zurück, nachdem es ihnen von Zeus wieder weggenommen wurde. Prometheu setzte also alles daran, den Menschen Aufklärung und Lebensqualität zu bringen. Am Ende zahlte er dafür mit Jahrhunderten in unlösbaren Ketten und nicht enden wollenden Qualen. Zugegeben, der Vergleich des Jobs eines Qualitätsmanagers mit den Leiden des Prometheus ist nicht in jeder Hinsicht rechtens. Schließlich kann der Qualitätsmanager zumindest selbst darüber entscheiden, ob und wie lange er "angekettet" sein möchte. Andererseits sind die Parallelen bisweilen kaum zu übersehen:

So ähnlich verhält es sich mit der Industrie 4.0 und der Bereitschaft europäischer Industrieunternehmen, sie endlich und nachhaltig willkommen zu heißen. "The fourth industrial revolution is already on its way. Revolutions are fast, disruptive and destructive. And there is no going back. Industry 4.0 will be an answer to the challenges lying ahead." So provokativ und vielleicht auch ein wenig plakativ (und da wären wir wieder bei Opels genialen Teasern zur Imagekampagne) liest man es in INDUSTRY 4.0 - The new industrial revolution How Europe will succeed, eine von der Consulting-Gesellschaft Roland Beger herausgegebenen Studie zum Thema Industrie 4.0. Untersucht wurden dabei zahlreiche Aspekte, was die Bereitschaft und Vorbereitungen der Industrieländer hinsichtlich der neuen industriellen Revolution angeht. Das Fazit ist fast schon vernichtend: Innerhalb der letzten beiden Jahrzehnte verloren die westeuropäischen Industriestaaten über 10 Prozent ihrer industriellen Wertschöpfung, während in den Emerging Markets eine Verdopplung dessen auf nun rund 6,5 Billionen Euro stattfand, was einem Anteil von 40 Prozent entspricht, während der westeuropäische von 36 auf 25 Prozent sank.

Am Ende geht es beim Product Lifecycle Management (PLM) also um eine ganzheitliche Betrachtungsweise, was das Sammeln, Auswerten und Steuern aller Produkt relevanten Daten angeht, die im Laufe jedes einzelnen Zyklus-Steps anlaufen. Schließlich hilft die Evaluierung maßgeblich dabei, alle Phasen und deren Übergänge noch effizienter und produktiver zu gestalten. Umso wichtiger also, dass man sich als Unternehmen von Beginn an für eine PLM-Software entscheidet, die dank ihrer Funktionen und flexiblen Verknüpfung mit anderen Systemen eine entsprechende Datenerhebung- und evaluierung möglich macht.

Wo und wann genau dieses Zitat des legendären US-amerikanischen "Fertigungs"-Pioniers entstand, lässt sich heute nicht mehr genau sagen. Fest steht jedoch, dass diese Idee (wie übrigens viele der Ford-Gedanken)  auch im Zeitalter hochtechnisierter Industrieproduktion aktuell wie nie zuvor ist. Vor allem mit Blick auf die viel beschworene und mit großen Erwartungen verbundene Industrie 4.0 ist die Zusammenarbeit autonomer Teilstücke in einem vernetzten System das A und O - und immer noch der Schlüssel zu Effizienz und damit zum Erfolg.

Das alles sind beste Beispiele dafür, dass die Kommunikation innerhalb eines Teams bisweilen externe und andere Grenzen überschreiten muss und dies meist auch bewältigt. Entscheidend ist dabei - auf dem Fußballplatz und anderen Spielfeldern - dass die Codes für alle verständlich sind, Botschaften schnell, gezielt und unmissverständlich weitergegeben und verstanden werden und dass vom Auswechselspieler, über den Trainer, den Physiotherapeuten und den Kapitän alle ihr Wissen weitergeben. Und zwar geordnet und systematisch.

Wer ebenso auftritt, sind natürlich die großen Stars - auf dem Spielfeld und am Spielfeldrand. Und dann kommen die Vorberichte und die O-Töne - und mitunter bleibt das Wort auch aus. Schließlich hört man nie, was die Trainer ihrer Mannschaft zurufen, wenn diese gerade auf dem Spielfeld kämpft. Und wie das Team an sich aufgestellt wird, wer die Leaderrollen bekommt und damit der verlängerte Arm des Trainers auf dem Rasen sein wird und was eigentlich vor dem Spiel und in der Pause besprochen wird - auch das hüllt sich in schier undurchsichtige Trikots und verbirgt sich hinter verschlossenen Kabinentüren. Kurzum: Kommunikation in der Königsklasse des Fußballs ist und bleibt auf weiten Strecken ein weißer Fleck auf der linguistischen Landkarte. Da wäre man als Kommunikationstrainer gerne mal ein Trittbrettfahrer, um von den großen Motivatoren zu lernen.

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